Es ist da!

Hurra!
Es ist da!
Es ist tatsächlich da!
Es ist kein Junge.
Es ist auch kein Mädchen.
Es ist… (M)ein Buch!
Am Freitag, den 18.05.2012
um 18:30 Uhr
hat es der Bücher-Klapperstorch gebracht. ( :

Alles drin,
alles dran,
alles gut:
232 Seiten Kopfumfang,
20,6 cm ×13,5 cm x 2,5 cm Bauchumfang,
309 Gramm leicht.

Könnte es schon sprechen – es würde sagen: „Ick bin een Berlina!“
Es war keine einfache Geburt, aber es geht uns bestens – Buch sowie Autorin – und wir bilden bereits eine feste symbiotische Einheit. ( ;

© Mara Schwarz | 2012

Reden ist Silber, Schreiben ist Gold

Über die Entstehung meines Buches

Trotz intensivem Bemühen und vieler Hilfsangebote konnte ich 15 Jahre lang kein Gericht auf der Speisekarte des Lebens finden, das mir schmeckte, und das mich wirklich er-füllte. Mehr als die Hälfte meines Lebens suchte ich hungrig nach etwas, was es nicht zu geben schien.
Ich suchte und suchte.
Ver-suchte. Versuchtete. Ich suchte(te) immer weiter.
Ich such(te)te weil ich eine außergewöhnliche Leistung erbringen wollte: Durch die immer geringer werdenden Zahlen auf der Waage.
Ich such(te)te weil ich besonders sein wollte: Besonders dünn.
Ich such(te)te weil ich etwas schaffen wollte, was sonst keiner schafft: Hungern.
Und ich glaubte, wenn ich etwas Besonderes wäre, würde zumindest mein seelischer, unersättlicher Hunger nach Liebe gestillt werden.
Tiefpunkt meiner Krankheit war schließlich der Augenblick, als mir ein Zettel mit der Telefonnummer eines Hospizes in die Hand gedrückt wurde – mit der Empfehlung, mich dort zu melden, um den letzten Abschnitt meines „Lebens“ nicht alleine gehen zu müssen. Meine Mitmenschen gaben mich auf. – Wie ich mich selbst auch. Aber ich habe wieder neuen Mut fassen können, und weil die letzten fünf Jahre meiner Erkrankung die sind, die mein Leben am meisten geprägt haben, und die, die den Kampf um Leben und Tod am besten beschreiben, beginnt mein Buch an dieser Stelle. Es sind Monate und Jahre, die einerseits sehr erschrecken, aber zugleich auch Hoffnung geben können. Denn selbst wenn alles verloren scheint, ist es möglich, noch zu gewinnen.
Unter anderem deswegen habe ich meine Geschichte aufgeschrieben. Zudem ist es mir ein Herzensanliegen, Interessierten die Möglichkeit zu geben, Einblicke in die für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbare Gefühls- und Gedankenwelt von Essgestörten zu erlangen. Gerade auch in in einer Zeit, in der die Pro-Ana-Szene boomt, und wo die Modeindustrie an Size Zero verdient, möchte ich informieren, wachrütteln, zum Nachdenken anregen, und gelegentlich auch mal zum Lachen bringen.
Davon abgesehen gab mir das Schreiben zum Einen die Möglichkeit, meine Energie nicht länger unnütz an die Krankheit zu verschwenden, sondern sie für ein Ziel einzusetzen, für das es sich wirklich zu kämpfen lohnte, und gleichzeitig konnte ich so das, was mich jahrelang belastete, was ich vergeblich wegzuhungern versuchte, auf verbale Art loswerden.
Als ich mein Manuskript schließlich fertig hatte, begann ich mich nach einem Verlag umzusehen, dem ich eine Kostprobe meiner Speise anbieten durfte.
Leider musste ich bald feststellen, dass ich nur eine von sehr vielen Köchinnen bin, und die Buchverlage so viele Skripte zum Kosten angeboten bekommen, dass sie den Appetit verloren haben.
Das schlug auch mir zunächst auf den Magen. Aber dann dachte ich: „Jetzt erst recht! Wenn ich es schaffe, einen Verlag zu finden, der meine Speise als kostbar bewertet, dann habe ich tatsächlich einmal in meinem Leben etwas Besonderes geleistet!“
Darum suchte ich weiter, und fand mit dem Periplaneta Verlag tatsächlich einen Verlag, der von meiner Speise probieren mochte, und sie nun sogar anderen (Wissens-)Hungrigen zum Verzehr anbietet…
Heute kann ich sagen, dass sich das Suchen gelohnt hat. Das Suchten hingegen nicht.

Eine Essstörung ist kein Zuckerschlecken und meine Speise daher keine leichte Kost. Sie wird einen herben Nachgeschmack haben und vermutlich ziemlich schwer verdaulich sein. Denn ich habe die bittere Realität (m)einer Essstörung nicht versüßt, sondern mit scharfer Offenheit und sauerer Ironie gewürzt. In diesem Sinne: Mahlzeit an alle, die trotzdem Appetit darauf haben und eine Kostprobe nehmen möchten!

© Mara Schwarz | 2012

Mara Schwarz:
„Magersucht ist kein Zuckerschlecken“

Eine Autobiografie
Buch, Softcover 232 S., 20,6×13,5cm,
Periplaneta Verlag, Edition Blickpunkt,
ISBN: 978-3-940767-91-2, GLP: 13,90 € (D)
Release: 22. Mai 2012
2. Auflage: August 2012

„Zusehen zu müssen, wie junge Menschen sich (fast) zu Tode hungern, ist schwer zu ertragen und kaum zu begreifen, zu fremd scheint die Denkweise bei einer Essstörung. Mara Schwarz öffnet deshalb ihr Tagebuch und bietet faszinierende, mitunter verstörende und erschreckende Einblicke in die für Außenstehende nur schwer nachvollziehbare Gefühls- und Gedankenwelt von Magersüchtigen.

Nach einem traumatischen Erlebnis rutscht sie als Teenager in die Essstörung. Selbst als sie nur noch knapp 35 Kilo wiegt, fühlt sie sich immer noch viel zu fett.
Im ständigen Ringen mit sich selbst und den besorgten Ärzten versucht sie verzweifelt und mit eiserner Disziplin, die Kontrolle über ihr Leben zu bewahren. Mara Schwarz wird mehrfach eingewiesen, zwangsernährt, isoliert und therapiert und begegnet dem Druck von außen mit noch schärferer Selbstkasteiung, mit Depressionen und mit der Flucht in den Alkohol. Erst als Ärzte und Betreuer sie aufgeben und ihr raten, sich an ein Hospiz zu wenden, gelingt ihr der erste Schritt zurück.“

Flyer wollen fliegen

Ein Flyer heißt „Flyer“ weil er fliegen möchte.
Hier warten viele Flyer ungeduldig darauf, in die große, weite Welt hinausfliegen zu dürfen. Einige von ihnen sehen schon ganz traurig aus und zappeln aufgeregt mit ihren kleinen Flügelchen.
Wer möchte kann ihnen durch ein Download gerne zum Fliegen verhelfen:

[ Flyer fliegen lassen ]

Einladung zur Lesung am 20.06.2012

Am Mittwoch, den 20.06.2012 liest Marion Alexa Müller im Literaturcafé des Periplaneta Verlags Passagen aus meinem Buch. Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltung „Kopfkino“ statt, in der der Periplaneta Verlag jeden dritten Mittwoch im Monat seine aktuellen Neuerscheinungen vorstellt. Veranstaltungsbeginn ist 20 Uhr, der Eintritt ist frei – und alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Mittwoch, 20.06.2012
Bornholmer Straße 81a
10439 Berlin
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei

Weitere Infos gibt es unter
www.periplaneta.com